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Im Belvedere 21 bringt ein kostenloses Programm sieben südkoreanische Filme über Körper und Machtverhältnisse zusammen

Das Belvedere 21 kündigt „What Bodies Keep“ an, eine englischsprachige Vorführung mit Kurzfilmen südkoreanischer Künstlerinnen. Der Eintritt ist kostenlos, für den Zugang zum Blickle Kino bleibt jedoch ein Veranstaltungsticket erforderlich.

Eine kostenlose Vorführung, aber nicht ohne Ticket

Das Belvedere 21 programmiert im Blickle Kino in Wien eine Vorführung mit dem Titel „What Bodies Keep – bewegte Bilder aus Südkorea“. Die Veranstaltung wird als Screening für Erwachsene angekündigt, ist dem Kino zugeordnet und findet am Dienstag, 29. September, von 18 bis 19.30 Uhr statt. Das wichtigste praktische Detail liegt in einer für das Publikum ungewöhnlichen Kombination: Die Teilnahme ist kostenlos, der Zugang zum Saal erfordert aber dennoch ein kostenloses Veranstaltungsticket.

Der für die Vorführung angezeigte Ticketverkauf nennt einen Preis von 0 Euro, sowohl für das reguläre Publikum als auch für Inhaber des Belvedere Gold Pass oder die Freunde des Belvedere. Die Seite nennt außerdem den genauen Ort: Belvedere 21, Arsenalstraße 1, 1030 Wien, Blickle Kino. Für Besucher, die den Belvedere-Palast vor allem mit historischen Sammlungen verbinden, verweist dieser Termin auf die andere Seite der Institution, nämlich auf das zeitgenössische Programm und die bewegten Bilder.

Sieben Filme aus der südkoreanischen Szene

Das Programm versammelt sieben Kurzfilme von südkoreanischen Künstlerinnen, die in den vergangenen zehn Jahren produziert wurden, auch wenn eines der aufgeführten Werke aus dem Jahr 2014 stammt. Die Seite stellt die Auswahl als ein Programm vor, in dem Körper, Identität und soziale Machtstrukturen den roten Faden bilden. Die Filme sind also nicht nur durch ihre geografische Herkunft verbunden: Sie bilden einen Parcours rund um das, was Körper tragen, erleiden, bewahren und verwandeln.

Das Programm eröffnet mit Sungsil Ryu und „BJ Cherry Jang 2018.4“, entstanden 2018, in Farbe und mit Ton, mit einer Laufzeit von 6 Min. 10 Sek. Es setzt sich fort mit Yo-E Ryou und „Auspicious practice“, einem Werk von 2020 in Schwarz-Weiß mit Ton und einer Dauer von 11 Min. 20 Sek. Auch Bomroya ist mit „Resilient Feet“ vertreten, datiert auf 2023, in Schwarz-Weiß und Farbe, mit Ton, für 10 Minuten.

Der weitere Programmverlauf vereint Aram Lee mit „X-hale“, einem Film von 2023 in Schwarz-Weiß mit Ton und einer Laufzeit von 2 Min. 23 Sek., Bona Park mit „Whistlers“, ebenfalls von 2023, in Farbe und mit Ton, für 5 Min. 03 Sek., sowie Seung Ae Lee mit „Botanic Drum“, einem Werk von 2024 in Schwarz-Weiß mit Ton, von 6 Min. 19 Sek. Der Parcours umfasst schließlich Youngjoo Cho mit „Flower Patterned Romance“, entstanden 2014, in Farbe und mit Ton, für 6 Min. 51 Sek.

Der Körper als politischer Ort

Der Präsentationstext betont, wie sich politische, wirtschaftliche und soziale Realitäten in Körper einschreiben. Die Filme behandeln der Seite zufolge die Schnittstellen zwischen Körper, Identität und sozialer Macht. Diese Formulierung gibt dem Programm eine präzise Tragweite: Es geht nicht nur darum, jüngere Werke zu zeigen, sondern darum zu beobachten, wie sie Lebensbedingungen, Zwänge und Erfahrungsformen sichtbar machen, die durch den Körper gehen.

Die Präsentation verbindet diese körperlichen Einschreibungen auch mit Potenzialen von Widerstand und Solidarität, Erinnerung und Fürsorge. Die Werkauswahl wird damit als Erkundung konkreter Spannungen beschrieben: Der Körper kann von Machtverhältnissen gezeichnet sein, aber er kann auch zu einem Ort der Antwort werden. Diese Dimension gibt dem Titel „What Bodies Keep“ seinen Sinn, der andeutet, was Körper bewahren und was sie sichtbar machen können.

Eine Zusammenarbeit mit SONGEUN

Die Vorführung wird in Zusammenarbeit mit SONGEUN präsentiert, einer gemeinnützigen Institution für zeitgenössische Kunst in Seoul. Die Seite des Belvedere präzisiert, dass SONGEUN sich der Förderung koreanischer Künstler am Beginn und in der Mitte ihrer Laufbahn widmet. Diese Zusammenarbeit erhellt die Wahl eines auf südkoreanische Künstlerinnen konzentrierten Programms und bindet die Vorführung zugleich an das zeitgenössische Netzwerk Seouls an.

Kuratiert wird das Programm von Stefanie Reisinger und Anna Ewa Dyrko. Die Projektkoordination übernehmen Anna Ewa Dyrko und HongEun Kwon. Die Veranstaltung findet auf Englisch statt, ein praktischer Punkt, der auf der offiziellen Seite klar angegeben ist und für das Publikum wichtig ist, das der Präsentation unter guten Bedingungen folgen möchte.

Im Belvedere 21 bringt ein kostenloses Programm sieben südkoreanische Filme über Körper und Machtverhältnisse zusammen
Lukas Schaller © Belvedere, Wien

Ein Termin im zeitgenössischen Rahmen des Belvedere 21

Das Belvedere präsentiert seine Aktivitäten an drei Standorten: Upper Belvedere, Lower Belvedere und Belvedere 21. Seine allgemeine Seite erinnert daran, dass die Institution 800 Jahre Kunstgeschichte abdeckt, mit einer Dauerausstellung im Upper Belvedere, Sonderausstellungen im Lower Belvedere und zeitgenössischer Kunst im Belvedere 21. Die Vorführung „What Bodies Keep“ fügt sich damit in jenen Ort ein, der ausdrücklich der zeitgenössischen Kunst gewidmet ist.

Die Startseite des Belvedere erwähnt auch das öffentliche Programm des Belvedere 21 unter dem Titel „Joint Ventures“. Sie beschreibt es als eine Reihe von Performances, Lesungen, Konzerten, Filmvorführungen und Gesprächen mit kostenloser Teilnahme. Die Vorführung südkoreanischer Kurzfilme greift genau diese Logik auf: ein öffentliches, kostenloses Format in einem Kinoraum, jedoch gebunden an die Reservierung eines Tickets.

Ein breiterer Museumskontext in Wien

Das Belvedere 21 steht im aktuellen Angebot der Institution nicht isoliert da. Die allgemeine Seite listet im Belvedere 21 unter anderem die Ausstellung „Stellprobe“ auf, die den Sammlungsankäufen des letzten Jahrzehnts in einer Präsentation von Heimo Zobernig gewidmet ist und vom 10. Juli bis 4. Oktober 2026 läuft. Sie erwähnt außerdem „Miao Ying. Come, Sit, Stay“, gezeigt vom 10. Juli bis 4. Oktober 2026. Diese Informationen verorten die Vorführung in einer Saison, die bereits von zeitgenössischen Vorschlägen geprägt ist.

Im Upper Belvedere hebt die Institution eine andere Facette hervor, mit dem Barockpalast und 800 Jahren Kunstgeschichte, darunter Werke von Klimt, Schiele, Funke, Messerschmidt und van Gogh. Die Besuchsseite des Upper Belvedere nennt zudem Museumsöffnungszeiten von 9 bis 19 Uhr sowie verlängerte Öffnungszeiten vom 15. Juli bis 31. August 2026. Diese Angaben betreffen die Vorführung im Blickle Kino nicht direkt, zeigen aber den Abstand zwischen den historischen Räumen und dem zeitgenössischen Programm des Belvedere 21.

Was das Publikum wissen sollte

Für diese Vorführung sind die nützlichen Informationen kompakt: Sie findet im Blickle Kino des Belvedere 21 statt, am Dienstag, 29. September, von 18 bis 19.30 Uhr. Sie ist kostenlos, aber ein kostenloses Veranstaltungsticket ist für die Teilnahme erforderlich. Das Programm dreht sich um eine Auswahl von sieben Kurzfilmen, mit Werken aus den Jahren 2014 bis 2024, je nach Titel in Farbe, in Schwarz-Weiß oder in beiden Formaten.

Der redaktionelle Kern des Termins liegt in seinem Blickwinkel: Südkoreanische Künstlerinnen betrachten den Körper als einen Raum, der von Identität, Erinnerung, sozialer Macht, aber auch von Widerstand, Solidarität und Fürsorge durchzogen ist. Innerhalb der Programmierung des Belvedere 21 rückt diese Vorführung die bewegten Bilder ins Zentrum einer direkten Frage: was Körper bewahren und was sie offenlegen, wenn sie zu Material des Kinos werden.

Quellen: belvedere.at · belvedere.at · belvedere.at

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